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Rasso Poeverlein...das war sein Wahlspruch und man mag Rasso Poeverlein, der uns am 6. Juli 2014 im hohen Alter von 92 Jahren verlassen hat, gerne uneingeschränkt beipflichten.

Rasso trat 1953 in den Chiemsee Yacht Club ein und nahm mit seinem Drachen DG 50 im selben Jahr aktiv an der Chiemseewoche teil. Aber schon früh entdeckte er seine Vorliebe für die Regattaorganisation und die Wettfahrtleitung. Seine Lehrmeister waren Willi Betz und vor allem Richard Schmid, den er 1967 auch im Amt des Wettfahrtleiters beerbte. 1967 war auch das Jahr, in dem das neue Startschiff des CYC, der "Don Carlos", unter maßgeblicher Federführung von Rasso Poeverlein in Dienst gestellt wurde und das bis heute noch gute Dienste leistet.

Rasso verstand es eine eingeschworene Mannschaft auf dem Startschiff zu rekrutieren, und jeder, dem die Ehre zuteil wurde auf dem Startprahm mitzuarbeiten, fühlte sich irgendwie geadelt. Seit Hauptanliegen war es, guten Regattasport zu bieten, sein Spruch "Parken im See gibt's bei mir nicht" war legendär. Er war es, der lange Jahre bei jeder Regatta des CYC Wettfahrtleiter war und somit für die notwendige Kontinuität sorgte. Er leitete unzählige Regatten, Ranglistenregatten und Deutsche Meisterschaften, und als Krönung, die Europameisterschaft der Solingklasse im Jahre 1990.

Aber nicht nur der Segelsport lag ihm am Herzen, auch im gesellschaftlichem Leben im CYC war Rasso eine feste Größe. Die Teilnahme an den Veranstaltungen des CYC war für ihn Pflicht, seine "Mannschaft" lud er regelmäßig nach München aufs Oktoberfest ein, auf dem Startschiff wurden während der Wettfahrten – eine Wettfahrt dauerte damals immerhin mindestens eineinhalb bis zwei Stunden – komplette Mahlzeiten serviert.

1990 wurde Rasso Poeverlein aufgrund seiner Verdienste um die Wettfahrtleitung zum Ehrenmitglied des Chiemsee Yacht Clubs ernannt, die Gemeinde Prien ehrte ihn 1987 mit der Silbernen Sportmedaille.

1992 zog er sich aus dem aktiven Dienst zurück, blieb aber bis zu seinem Tod dem CYC und der Wettfahrtleitung verbunden. Rasso stand Zeit seines Lebens für die Begriffe Kameradschaft, Seemannschaft, Disziplin, Ordnung, Zuverlässigkeit aber auch Fröhlichkeit. Seine Geradlinigkeit und seine manchmal auch kompromisslose Haltung wurden immer respektiert. Wir werden ihm immer ein ehrendes Andenken bewahren.

Richard Brandl