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deutscher-seglertag-in-muenchen-mit-praesidentenwahlFoto Niessen Die Chiemseer Segelvereine waren stark vertreten. Von links Lothar Demps (Priener SC) Karl Fricke (Chiemsee Yacht Club), Karl Zipfer, (WV...
neues-aus-dem-bayerischen-seglerverband-e-v-2017-08 Liebe Vereinsvertreter/innen, der Bayerische Seglerverband e.V. informiert Sie gerne regelmäßig auf diesem Wege über Aktuelles, Termine und...
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wichtige-termine-bitte-vormerken 14.10.2017 Kollektions-Sonderverkauf 11:00 bis 15:00 Uhr, MUSTO-Kollektion und Damen-/Herren Cashmerepullover 30 % reduziert! 21. - 22.10.2017 Opti...

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Nach einer schnellen und äußerst komfortablen Anreise in unseren Audis vom Autohaus Osenstätter, wurden wir herzlich im Potsdamer YC empfangen. Der Aufbau des Bootes verlief zügig, im Anschluss gab es ein Practice-Race und danach direkt vor dem Club zu Essen und zu Trinken.

Am nächsten Morgen liefen wir bei Sonnenschein und frischem Wind aus Südwest zeitig aus, um das Regattagebiet zu erkunden. Wir trainierten ein paar Manöver und versuchten aus den Drehern schlau zu werden. Die erste Wettfahrt wurde pünktlich angeschossen. Als leichte Mannschaft hatten wir mit den Böen mit bis zu über 20kn auf der Kreuz ein wenig zu kämpfen, aber konnten am Ende einen 10. Platz verzeichnen. Im zweiten und dritten Rennen hatten wir gute Starts, was uns freie Handlungsfähigkeit verschaffte, und erzielten einen 6. und einen 3. Platz. Im dritten Rennen lagen wir anfangs auf Platz 1, sind aber noch knapp auf Platz 3 gerutscht. Im letzten Rennen klappte der Start nicht wie geplant und wir versackten in den Abwinden der Anderen. Wir kämpften uns nach vorn, verloren dann aber wieder ein paar Plätze und endeten leider nur auf Platz 16. Erschöpft, aber dennoch zufrieden, segelten wir in den sicheren Hafen und ließen den Tag Revue passieren. Vieles richtig gemacht, manche vermeidbare Fehler begangen. Am Ende des Tages waren wir aber mit einem gesamt 6. Platz sehr zufrieden.

Am Abend wurde vom PYC ein Berliner Abend ausgerichtet. Bei Curry Wurst saßen wir auf der Terrasse in der lauen Herbstluft und entspannten die Glieder.

Am zweiten Tag hatte der Wind deutlich nachgelassen. Böig und unbeständig wehte er dieses Mal aus Südsüdwest, was wiederholt zu gemeinen Abdeckungen durch die Halbinsel Schwanenwerder führte. Bei den ersten beiden Rennen wurden wir im Start eingeklemmt und versuchten das Beste rauszuholen. Bei den schwierigen Bedingungen war ohne freien Wind allerdings wenig zu machen und so waren als Ergebnis leider nur zwei 20. Plätze drin. Im dritten Rennen konnten wir uns wieder mit einem guten 9. Platz behaupten und waren dadurch wieder innerhalb der Konkurrenz.

Der erste Versuch des vierten Rennens scheiterte aufgrund eines starken Rechtsdrehers. Das Rennen wurde abgebrochen und der Kurs verlegt. Zu diesem Zeitpunkt lagen wir im Mittelfeld und waren mit der Entscheidung der Wettfahrtleitung sehr einverstanden. Die Pause bis zum neuen Start nutzten wir dazu, das Geschehene zu analysieren, Kompasskurse zu nehmen, die Linie zu peilen und die Windstriche zu beobachten. Wir starteten an der Tonne, kamen gut raus, der Wind drehte nach links und wir nutzten die erste Lücke um zu wenden und uns auf den Streckbug zu begeben. An der ersten Tonne lagen wir auf Platz drei. Auf der zweiten Kreuz entschieden wir uns erneut für links. Nach ungefähr einem Viertel der Strecke befanden wir uns durch einen erneuten Linksdreher auf Platz 1. Konzentriert und ohne Fehler hielten wir dieses Mal den Platz und überquerten die Linie mit großem Abstand und noch größerer Erleichterung. Gelungener Abschluss für einen anspruchsvollen Tag. Nach zwei Streichern lagen wir gesamt immer noch auf Platz 6. Nun aber punktgleich mit dem 7. und 8. Bei der Party im Berliner YC genossen wir das hervorragende Büffet bevor wir uns früh auf den Heimweg machten. Die Erschöpfung war deutlich zu spüren.

Am dritten Tag war erneut Leichtwind. Nur kam der Wind dieses Mal aus Osten. Der Kurs lag nördlich von Schwanenwerder, was zu Landablenkungen und auch Abdeckung führte. Wissend um die Punktgleichheit des 7. und 8. ging es an Bord etwas zu hektisch zu. Schlechte Starts, fehlende Entscheidungsfreude und Passivität spiegelten sich im 1. und 3. Rennen mit einem 14. und 13. Platz wieder. Zudem hatten wir aufgrund der Holepunkteinstellung Schwierigkeiten die Höhe der Gegner zu halten, was uns immer wieder zwang uns frei zu wenden. Dadurch konnten wir unseren eigentlichen taktischen Plan nur unzureichend verfolgen. Deutlich besser lief das zweite Rennen in dem wir durch einen souveränen ersten Downwind von 11 auf 4 vorsegelten und diesen Platz bis ins Ziel erfolgreich verteidigten. Durch einen DSQ eines Konkurrenten waren wir nun gesamt auf Platz 5. Ein sehr gutes Ergebnis.

Samstagabend verbrachten wir in kleiner Runde mit unseren Chiemseer Kollegen in einem gemütlichen Restaurant und versuchten einmal über etwas Anderes zu reden als das Segeln. Dieser Versuch schlug vollkommen fehl und am Ende redeten wir über Trimm, Taktik, Dreher, Starts, Ansagen, Böen und Zieher.

Letzter Tag. Noch ein Rennen. Keine weiteren Streicher mehr. Hier hatten wir unser Pensum mit den beiden 20. schon erfüllt. Die Nerven waren an Bord deutlich zu spüren. Bloß nicht versauen! Bloß nicht versauen! Und wie wir alle wissen: Selbsterfüllende Prophezeiung. Nach einem Allgemeinen Rückruf beim ersten Startversuch hing die Linie stark durch. Obwohl die Peilung der Linie noch 15 Meter Luft ergab, fiel es in diesem Moment schwer der Technik zu vertrauen und einen Start vor dem gesamten Feld zu riskieren. Wir versackten kurz nach dem Start hinter unseren beiden Leebooten. Gefangen durch die Backbordboote in Luv, blieb uns nichts Anderes übrig als durchzuhalten. Ergebnis: extrem links auf der ersten Kreuz, Überhöhe, Abdeckung durch die Gennaker zwischen Tonne 1 und Ablegertonne und ein Platz, den ich hier nicht beschreiben möchte. Wir versuchten das Feld von hinten aufzurollen, aber die Möglichkeiten blieben bis zum letzten Downwind spärlich gesät. Diesen segelten wir allerdings optimal und konnten uns so noch unter die ersten 20 retten.

Am Ende erreichten wir bei der German Open der J70 den 8. Platz in der Gesamtwertung. Das ist ein sehr gutes Ergebnis, mit dem wir durchaus zufrieden sind. Allerdings wäre definitiv mehr drin gewesen. Im nächsten Jahr dann!

Die German Open eine wirklich tolle Veranstaltung. Die ausrichtenden Clubs haben super für uns gesorgt und ich muss hier wirklich ein ganz großes Lob aussprechen. Die Wettfahrtleitung, die Tonnenleger, die Servicekräfte, der Bootsmann – eine super Truppe.

Ich möchte auf diesem Weg auch ein großes Dankeschön an den Club für die Boote und die Unterstützung, an Fritz Segel für die geänderten, rasendschnellen Segel und an „Opa" Vinci für die super Schoten aussprechen. Ohne euch wären wir nicht dort gewesen. Vielen Dank!

GER 805 Sophie Söllner

Mit Markus Reger, Markus Ostermair, Uli Bauer