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Die Wortwahl tut mir leid, aber anders man diese Aktion nicht bezeichnen.

Doch zunächst - da hier viele Fragen aufgetaucht sind - etwas zur Geschichte der "Geschwaderfahrten". Hierzu ein Auszug aus dem Regattatagebuch von Heinrich Heidner (Vereinsführer von 1933 bis 1938), in dem er den Ablauf einer solchen Geschwaderfahrt schildert.

Sonntag, den 14. Juni 1936, Geschwader-Segeln nach Lambach

Dieses Segeln war eigentlich nach dem Programm für eine spätere Zeit angesetzt gewesen, jedoch, da der Sonntag, den 14.6. endlich einmal einwandfreies Wetter nach langer Regenzeit gebracht hatte, so wurde es vom Vereinsführer schleunigst dazwischengeschoben.

Es war ein ideal schöner Tag mit starker Ostbrise, die durchstand, als die Boote des C.Y.C. sich bei der Fraueninsel trafen, um unter der Motorbootführung des Vereinsführers den Kurs in Richtung Lambach zu nehmen. Mit zwei Schlägen, der eine Südost, der andere nach Norden brachte die kleine Flottille nach Lambach. Der Tag war furchtbar heiß gewesen und das Anlegen der Boote sowie das Festzurren derselben ging mit Blitzesschnelle vor sich – winkte doch oben in Lambach ein erfrischender Trunk, nach dem jeder lechtzte!

Im Handumdrehen waren alle, natürlich im weissen Sportdress, oben im Schatten der Bäume des reizend gelegenen Wirtshauses von Lambach und die "Hebe" konnte nicht schnell genug sein, um die Halbverdursteten zu laben.

Nachdem dies reichlich getan war und nachdem man genügend Staub und Bezinluft aufgenommen hatte, ging es wieder heimwärts und bei der Spinnackertour fand sich Gelegenheit genug, sich einmal den mitsegelnden Damen etwas mehr widmen zu können!

Gstadt, 22.6.36Heinrich Heidner

Besonders der letzte Absatz lässt viel Raum zu Spekulationen, insbesondere über die Art des "erfrischenden Trunkes".

Doch nun wieder zur Gegenwart.

Wolfi Böttger hatte alle Teilnehmer zur Skipperbesprechung am Mittelsteg zusammengerufen, um die Modalitäten zu erklären. Start um 16:00 Uhr, Segeln bis zur Paulsruhe und dann auch hier der "erfrischende Trunk".

Gesagt, getan, um 16:00 Uhr machten sich 17 Mannschaften auf den Weg. Der Wind kam aus östlichen Richtungen und reichte gerade aus, um einigermaßen zeitnah das Ziel am Don Carlos zu erreichen. Und hier erwies sich unser "Veteran" Don Carlos als Multitalent, denn am Vorschiff, auf dem Wolfi kurzerhand seinen Gasgrill aufgebaut hatte, wurden Bratwürste in einer Semmel serviert, die Kabine wurde, nachdem die Fenster heruntergekurbelt wurden, zur Bar umfunktioniert. Und so drängten sich immer 20 - 30 Leute auf dem Startschiff und ließen es sich gut gehen.

Essen, reden, trinken, schönes Wetter, Herz was willst Du mehr.

Gegen 18:30 Uhr fand die Veranstaltung leider ein etwas abruptes Ende, denn Wolfi hatte angesichts einer in den Bergen stehenden Gewitterfront das Signal zum Aufbruch gegeben, und so löste sich das "Päckchen" unvermittelt wieder auf und alle traten den Heimweg an. In wieweit man sich auf der Heimfahrt noch den mitsegelnden Damen widmete, bleibt ein Geheimnis.

Wie schon gesagt, eine tolle Aktion, perfekt organisiert mit begeisterungswürdiger Beteiligung. Fortsetzung in einer Stegparty gewünscht.

Richard Brandl

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