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Ein Bericht von Richard Brandl

Für den Nachmittag waren gewittrige Schauer vorhergesagt. Von dieser Wetterprognose ließen jedoch die 39 gemeldeten Teilnehmer zum diesjährigen Admiral's Cup nicht abhalten.

 Der Admiral's Cup wird seit 1989 ausgesegelt, diese Regatta hatte also heuer ihren 30. Geburtstag. Eine Tatsache, die leider nicht gebührend gewürdigt wurde. Im Clubjournal 1989 heisst es zur damaligen Veranstaltung:

,,Kursflagge rot" war gesetzt, als Wettfahrtleiter Rasso Poeverlein am Samstag um 13 Uhr erstmals in der Seglergeschichte des CYC die clubinterne Regatta um den „CYC-Admirals-Cup" startete. Über 200 Segler auf 54 Booten gingen bei schwachem Westwind mit dem Ziel der Inselumrundung über die Startlinie in Harras. In Anlehnung an die Wettsegelbestimmungen des internationalen „Admirals-Cup-Racing" bildeten je 3 Besatzungen unterschiedlicher Bootsklassen mit zusammen mindestens 300 Yardstick ein Team, so daß 18 Teams zur Wertung anstanden.

Der Kurs ging also ursprünglich um die Inseln, wobei in der damaligen Skipperbesprechung die Fraueninsel von Karl Fricke kurzerhand zum "Fastnet Felsen" umdeklariert wurde. Die letzten Jahre wurde der Kurs jedoch stark abgekürzt, so dass lediglich zwei Dreiecke übrig blieben, die vom schnellsten Teilnehmer heuer in 35 Minuten absolviert wurden. Dieses Jahr jedoch war dieser kurze Kurs eher den Bedenken zur unsicheren Wetterlage geschuldet. Hannes Hubert-Reh konnte sich dann in der Siegerehrung auch den Hiweis auf einen Kurs, bei dem "außer an den Wendemarken keine Manöver notwendig waren" nicht verkneifen.

Der vorgesehene Zeitplan, 12:30 Uhr Auslosung der Teams, 13:30 Uhr Skipperbesprechung, 14:00 Uhr Start konnte eingehalten werden, und so machten sich die 13 Teams bei schönstem Segelwetter und 2 - 3 bft Wind aus Ost auf den Weg. Um 15:17 Uhr hatte der letzte Teilnehmer das Ziel überquert und die Veranstaltung war zu Ende.

Schnellster Teilnehmer nach gesegelter und auch nach berechneter Zeit war Poldo Fricke mit seiner Asso, gefolgt von Hinz Schmid auf seinem Eigenbau (vulgo "Own Design") und Familie Ihrenberger mit ihrem Joker.

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In der Teamwertung siegte Team 2 (Poldo Fricke, Christian Dörfler und Sepp Fink) vor Team 8 (Michaela Jansen, Rainer Gutjahr und NN). Zu dem Teilnehmer NN ist folgendes zu sagen: Da heuer die Anzahl der Teilnehmermeldungen nicht durch drei teilbar war, musste ein Dummy Teilnehmer erfunden werden, der eine mittlere Yardstickzahl und eine mittlere Einlaufzeit erhielt. So konnte ein vollständiges Team "gebastelt" werden. Den dritten Platz in der Teamwertung erreichte Team 7 (Familie Ihrenberger, Richard Kuchler und Eberhard Färber).

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 Der "Admiral's Cup", nun ja, das ist nicht wirklich ein "Cup" sondern es handelt sich um eine Laterne, die in grauer Vorzeit von einem Clubmitglied gespendet wurde und die seit dieser Zeit als Wanderpreis herhalten muss. Heuer "musste" Christian Dörfler den Preis mit nach Hause nehmen, er wird ihn dann frisch graviert wieder in der Geschäftsstelle abliefern, wo er dann bis zum nächsten Jahr im Nebenzimmer auf seinen nächsten Einsatz wartet. Im Clubjournal 1989 heisst es dazu:

Die Siegerehrung am Abend nahm CYC-Präsident Karl Pricke vor, der diesen ersten Versuch einer gemeinsamen Wettfahrt aller Bootsklassen als einen vollen Erfolg in dem Bemühen um die Intensivierung der segelsportlichen Seite des Clublebens wertete. Sieger wurde das Team Klaus Linsmayer (Duetta), Michael Linsmayer (Laser) und Horst Weimer (H-Boot). Es errang damit den als Wanderpreis gestifteten „Admirals-Cup ", eine mit viel Patina versehene „Rundumleuchte". Den zweiten Platz belegten die Steuerleute Dr. Claus Andelfinger (Optima), Roland Ihrenberger (Asso) und Manfred Stemberger (H-Boot). Auf dem dritten Platz folgten Joerg von Hoermann (40qm-Schärenkreuzer), Günther Suckfull (H-Boot) und Hans Vogt (Königskreuzer).

1989 Admirals

Ausserdem, das sei auch noch bemerkt, hatte heuer auch Volkmar Stecher, der damalige Sportwart des CYC, sein 30 jähriges Admiral's Cup Jubiläum, denn er war soweit ich mich erinnern kann, jedes Mal der Wettfahrtleiter.

Als Preise gab es heuer, wie auch schon die letzten Jahre, Päckchen mit Südtiroler Spezialitäten und für jede Mannschaft eine CYC Tasse. Die beste Damencrew, nämlich die Mannschaft von Michaele Jansen, wurde mit Prosecco belohnt.

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Das Sommerfest, es gab ein Buffet, wurde durch einen Regenschauer mit Sturm kuzzeitig für die Gäste im - am Vortag noch eilig aufgestellten - Zelt und diejenigen, die zum Essenfassen über die Wiese gehen mussten, etwas ungemütlich. Alle Anwesenden wurden jedoch dann mit einer fantastischen Licht- und Wolkenstimmung entschädigt.

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